Ein Bankräuber verliebt sich auf der Flucht aus einem Bundesgefängnis ausgerechnet in einen weiblichen US-Marshall, den er als Geisel nehmen musste. Fortan suchen beide die Nähe des "Feindes" und liefern sich ein spannend-amüsantes Katz-und-Maus-Spiel.
Jack Foley (George Clooney) sitzt wieder einmal hinter Gittern. Der notorische Bankräuber, der seine Überfälle nur mit seinem Charme und nicht mit Waffengewalt durchführt, plant aber schon wieder seinen Ausbruch. Doch da kommt ihm per Zufall der weibliche US-Marshall Karen Sisco (Jennifer Lopez) in die Quere. Jack und sein Freund Buddy (Ving Rhames) entführen die schöne Polizistin kurzerhand und verstecken sie zusammen mit Jack im Kofferraum.
Das ungleiche Paar kommt sich nicht nur wegen des geringen Platzes näher. Karen hat Feuer gefangen, rationalisiert diese Tatsache jedoch, indem sie versucht, Jack wieder dingfest zu machen. Auch Jack kann die schöne Polizistin nicht vergessen und sucht immer wieder ihre Nähe. Als sie sich in einem Restaurant wiedertreffen, verbringen sie eine romantische Liebesnacht miteinander und fast scheint sich ein Happy End anzubahnen. Aber beide stehen nun mal auf entgegengesetzten Seiten des Gesetzes.
Und Karen kann es nicht lassen, Jack auf Schritt und Tritt zu verfolgen, so bekommt sie auch mit, dass er wieder einen Coup vorbereitet. Jack und Buddy wollen in Detroit den Multimillionär Richard Ripley (Albert Brooks) ausrauben, der mit Jack gemeinsam im Gefängnis gegessen hat und von dem er weiß, dass er wertvolle Diamanten bei sich zu Hause versteckt hat. Leider hat der brutale Gangster Maurice (Don Cheadle) davon Wind bekommen und zwingt Jack, mit ihm gemeinsame Sache zu machen ...
"Out of Sight" ist ein gelungener Mix aus Actionfilm, Komödie und wundervoller Lovestory, nach der Romanvorlage von Elmore Leonard - ein süffiges, unterhaltsames Kinostück, das auch mit ironischem Dialogwitz und Situationskomik nicht geizt. Unvergessen bleibt die Begegnung von George Clooney und Jennifer Lopez, die dem Zuschauer eine Reihe magischer Augenblicke beschert.
In einer grandiosen Montage vereinen Regisseur Steven Soderbergh und seine Cutterin Anne Coates nicht nur die Liebenden, auch überbrücken sie Raum und Zeit, wechseln von der Bar ins Schlafzimmer und wieder zurück, lassen alle Augenblicke der Begegnung zu diesem einen zusammenfließen und durchweben ihn mit pulsierender Erotik. Wer die berühmte Liebeszene in "Wenn die Gondeln Trauer tragen" mochte, wird diese Passage lieben.
Regie: Steven Soderbergh
Buch: Scott Frank
Musik: David Holmes