Immer noch macht Chief Stone die Trennung von seiner Frau zu schaffen, immer noch ersäuft er seinen Kummer in einer Menge Whiskey, und immer noch verdirbt ihm dabei der missbilligende Blick seines Hundes Reggie das Vergnügen. Auf den Rat des Polizeipsychologen Dr. Dix sucht sich Stone deshalb eine Beschäftigung, die den monotonen Kleinstadt-Rhythmus von Paradise aus dem Tritt bringt: Gemeinsam mit seiner neuen Assistentin Rose öffnet er die Akte eines 15 Jahre zurückliegenden Mordfalls, der nach halbherzigen Ermittlungen ungelöst ins Archiv gewandert war.
Als dann noch eine junge Frau behauptet, auf einer der Luxus-Yachten im Hafen von Paradise von einem reichen Touristen vergewaltigt worden zu sein, ist es mit der Idylle des Ostküstenstädtchens nicht mehr weit her - sehr zum Entsetzen des Stadtrats, der es nicht einfach hinnehmen will, dass der Polizeichef den Ruf des Ferienortes durch überflüssige Ermittlungen demontiert.
"Jesse Stone - Alte Wunden" besitzt den altmodischen Charme eines Krimis, der mindestens so viel Wert auf seine Atmosphäre wie auf die intelligent konstruierte Handlung legt. Neben Tom Selleck als melancholischem Polizeichef hat die 45-jährige Rebecca Pidgeon ("Heist - Der letzte Coup") einen Gastauftritt.
Seit 1991 mit dem amerikanischen Dramatiker und Regisseur David Mamet ("Haus der Spiele", "Oleanna") verheiratet, spielt die in Schottland aufgewachsene und an der Royal Academy in London ausgebildete Pidgeon regelmäßig Rollen in den Stücken und Filmen ihres Mannes, arbeitet seit 1994 aber auch als Sängerin. Zuletzt erschien 2005 ihr letztes Album "Tough on Crime".
Als nächsten Film der sechsteiligen Jesse-Stone-Reihe zeigt das ZDF am 26. Januar 2012 "Jesse Stone - Dünnes Eis".