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13. Februar 2012
 

Spielfilm

 
 
Rückblick: Spielfilm vom 10.04.2009
Der Judäer Ben Hur (Charlton Heston) mit römischem Siegeslorbeer.

Ben Hur

Palästina, zur Zeit der römischen Besatzung: Der junge Ben Hur (Charlton Heston) wird Zeuge einer wechselhaften Epoche. Sein Jugendfreund Messala (Stephen Boyd) ist Legionskommandant bei den Römern; nicht weit entfernt lebt ein Mann namens Jesus von Nazareth.

Ein Unglück macht Ben Hur zum lebenslangen Galeerensträfling, doch als er einem römischen Flottenkommandanten (Jack Hawkins) das Leben rettet, kommt er frei. Er sinnt auf Rache an Messala, der ihn und seine Familie verurteilte. Ein Wagenrennen in der Arena von Jerusalem soll ihren Zwist entscheiden.

Messala verunglückt tödlich. Kurz darauf wird Christus auf Golgatha gekreuzigt. Als Mutter (Martha Scott) und Schwester (Cathy O'Donnell) auf wundersame Weise geheilt werden, beschließt Ben Hur, sein Leben in den Dienst der christlichen Religion zu stellen.

Das monumentale Epos "Ben Hur" ist einer der berühmtesten und meist ausgezeichneten Filme der Filmgeschichte - großes Kino; ein Film, der bis heute nichts von seiner überwältigenden visuellen Kraft und Raffinesse eingebüßt hat. Nominiert für zwölf "Oscars", gewann die Hollywood-Produktion elf der begehrten Trophäen.

Angesichts der Tatsache, dass moderne Historienfilme, wie zum Beispiel "Gladiator", sowohl Orte als auch Menschenmengen zu weiten Teilen am Computer erzeugen, kann man die Leistung, die Regisseur William Wyler und sein Team Ende der Fünfzigerjahre erbrachten, nur um so mehr bewundern. Zwar wurde auch hier schon mit Matte-Paintings getrickst, dennoch mussten 300 Sets ein Jahr vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten aufgebaut werden.

Gedreht wurde im berühmten römischen Studio Cinecittà. 40 Drehbuchfassungen lagen vor. Als Drehbuchautor des Films wurde offiziell Karl Tunberg genannt, jedoch entspricht dies nicht den Tatsachen, denn auch auf Wunsch des Regisseurs, William Wyler, wurde Tunbergs Version überarbeitet - von dem britischen Autor Christopher Fry und dem Amerikaner Gore Vidal.

Fry sorgte vor allem dafür, dass der Sprachmodus nicht zu modern klang; Vidal versah den Konflikt zwischen Ben Hur und Messala - eine Freundschaft, die in erbitterte Feindschaft umschlägt mit der notwendigen Kausalität. Er schlug Wyler vor, es als eine Liebesgeschichte zu betrachten; eine Liebesgeschichte, die nicht ausgelebt werden kann, weil sich Ben Hur nach der Rückkehr Messalas nach Jerusalem diesem entzieht. Wyler war begeistert, besprach dies aber nur mit einem der Hauptdarsteller, nämlich dem Iren Steven Boyd. Der war einverstanden und beherzigte wohl auch den anderen Rat des Regisseurs: "Sag's nicht Charlton (Heston)!".
 
 

Sendungsinformationen

Regie: William Wyler

Buch: Karl Tunberg

Kamera: Robert Surtees

Musik: Miklós Rózsa

Darsteller:

  • Judah Ben Hur - Charlton Heston
  • Quintus Arrius - Jack Hawkins
  • Messala - Stephen Boyd
  • Esther - Haya Harareet
  • Scheich Ilderim - Hugh Griffith
  • Miriam - Martha Scott
  • Simonides - Sam Jaffe
  • Tirzah - Cathy O'Donnell
  • Balthasar - Finlay Currie
  • Pontius Pilatus - Frank Thring
  • Drusus - Terence Longdon
  • - u.a.
 

Sendungsinformationen

Freitag, 10.04.2009 15:35 - 19:00 Uhr

VPS 10.04.2009 15:35

Länge: 205 min

FSK: 16

Historienfilm, USA, 1959

  • 16 zu 9
  • Untertitel