"C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben" von Rémi Bezançon
Unter dem reichlich beliebigen deutschen Verleih-Titel dieser französischen Familiengeschichte verbirgt sich ein Film, der mit seinem Originaltitel wesentlich besser getroffen ist: "Le premier jour du reste de ta vie" (Der erste Tag vom Rest deines Lebens) begleitet mit großer Sympathie über zwölf Jahre hinweg die Entwicklung einer fünfköpfigen Mittelschicht-Familie. Anhand fünf verschiedener Tage, die für jeweils eines der Familienmitglieder von besonderer Bedeutung sind, entfaltet sich die Chronik fünf sehr unterschiedlicher Figuren, die den Film gleichberechtigt tragen. Vor allem aber geht es um das, was Film als Kunstform so besonders gut ausdrücken kann: das Vergehen der Zeit und die Veränderungen, durch die sich Leben definiert.
"C`est la vie" ist der zweite Kinofilm des 38-jährigen Franzosen Rémi Bezançon, der in der Arbeit mit seinen Darstellern großes Talent beweist. Jacques Gamblin ("Ein Sommer auf dem Lande") und Zabou Breitman ("Die Krise") spielen die Eltern, die mehr oder weniger erwachsenen Kinder des Paars werden von dem Franco-Kanadier Marc-André Grondin ("C.R.A.Z.Y."), der Belgierin Déborah François ("L`enfant - Das Kind") und Pio Marmai in seinem ersten Kinoauftritt dargestellt.