Kamerafrau Caty (Marie Gillain) fühlt sich ziemlich einsam in der Großstadt Paris, und mit dem Job will es auch nicht so recht klappen. Als sie eines Tages das Angebot erhält, einen Raubüberfall zu filmen, ist sie zunächst sehr zögerlich. Doch der charmante Dieb Jean (Vincent Elbaz), Kopf einer Bande von Kleinkriminellen, überzeugt die scheue Frau schnell davon, wie leicht das Geldverdienen jenseits der Legalität ist. Und rasch gewinnt Caty Geschmack am süßen Leben, den teuren Bars und Hotels, den kostspieligen Ausflügen an die Côte d'Azur.
Nur mit dem attraktiven Macho Jean will es nicht so recht klappen, denn Caty hat keinesfalls Lust darauf, nur das hübsche Gangsterliebchen zu spielen. Als Jean eines Tages der Gruppe den Plan unterbreitet, endlich einmal das ganz große Ding zu unternehmen und ein bestens bewachtes Gelddepot auszuräumen, sind seine Freunde nicht gerade begeistert: zu riskant, zu gefährlich - einfach eine Nummer zu groß für die Gelegenheitsdiebe. Die Gang droht zu zerbrechen, doch allein bekommt keiner von ihnen etwas auf die Reihe. Also raufen sie sich wieder zusammen und planen den größten Coup ihres Lebens...
Regisseur Cédric Klapisch, bei uns vor allem mit der vergnüglichen Studenten-Komödie "L'Auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr" bekannt geworden, beweist mit dem unterkühlten Gangsterfilm "Ihr letzter Coup", dass er sich auch im Milieu der harten Kerle wohlfühlt.
Die 60er-Jahre-Filme von Krimivirtuosen wie Jean-Pierre Melville und Henri Verneuil standen Pate für seinen elegant inszenierten Film Noir, in dem sich die Vorzüge des Genres zu einer unwiderstehlichen Melange verbinden: eine spannende Geschichte, interessante Charaktere und attraktive Schauplätze - in diesem Fall die Seine-Metropole Paris und das Luxusstädtchen Cannes. Für die Hauptrollen wählte Klapisch die Nachwuchsstars Marie Gillain und Vincent Elbaz, die inzwischen aus dem französischen Filmgeschäft nicht mehr wegzudenken sind.