Marcello (Jean Reno) ist ein ungewöhnlicher Wirt. Denn um seine Trattoria in dem kleinen italienischen Ort Trivento ist er weniger besorgt als um das Wohlergehen seiner Mitmenschen. Und das hat einen Grund: Marcellos geliebte Frau Rosanna (Mercedes Ruehl) ist todkrank, und ihr letzter Wille ist es, auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt zu werden. Dort sind jedoch bloß noch drei Gräber frei. So setzt Marcello alles daran zu verhindern, dass jemand in Trivento vor seiner Frau stirbt, regelt den Verkehr, spendet Blut und verbietet seinen Gästen sogar kurzerhand das Rauchen.
Damit der Gottesacker vielleicht noch erweitert wird, versucht der eifrige Wirt über seine Schwägerin Cecilia (Polly Walker) an den Neffen des hiesigen Großgrundbesitzers heranzukommen. Als ein Dorfbewohner unversehens das Zeitliche segnet, zweckentfremdet Schutzengel Marcello sogar seine Tiefkühltruhe, um den Friedhof freizuhalten. Langsam wird sein Treiben selbst Rosanna zu bunt...
"Rosannas letzter Wille" ist eine echte internationale Gemeinschaftsarbeit: Regisseur Paul Weiland wurde mit der britischen Kultserie "Mr. Bean" weltbekannt; der Franzose Jean Reno gehört mit Rollen in "Leon - der Profi" und "Mission: Impossible" zu den europäischen Topstars schlechthin, und die in New York geborene Mercedes Ruehl wurde für "König der Fischer" mit einem Oscar ausgezeichnet. Gedreht wurde "Rosannas letzter Wille" in der Region Latium, westlich von Rom.
Weiland fängt das unverwechselbare italienische Flair zwischen Leidenschaft und Laisser-Faire gekonnt ein. Den unerschütterlichen Marcello spielt Reno in einer wohldosierten Balance aus Naivität und hemdsärmeligem Aktionismus und überzeugt hier als begnadeter Komödiant.
Heiterkeit und Tragik liegen im pittoresken Trivento nah beieinander, doch letztlich sind die aberwitzigen Verwicklungen, in die Marcello gerät, und seine bedingungslos-romantische Liebe zur schwerkranken Rosanna nur zwei Seiten derselben Medaille.