"Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" von Michael Moore
Nach den Welterfolgen "Bowling for Columbine" und "Fahrenheit 9/11" liefert Dokumentarfilmer Michael Moore mit seinem diesjährigen Venedigbeitrag "Capitalism: A Lovestory" eine leidenschaftliche Abrechnung mit dem Wirtschaftssystem der Westlichen Welt.
Mit einem dramatischen Stimmungsbild in den USA zu Zeiten der Finanzkrise verabschiedet sich Michael Moore von seinem Lieblingsfeind George W. Bush. Dabei setzt er die für ihn typischen Bildmontagen ein, befragt - im besten Sinne naiv und provokant - Politiker und Bankvorstände und lässt vor allem auch die Betroffenen und Opfer des Kapitalismus zu Wort kommen.
Keine Liebesgeschichte also, eher eine moralische Demontage der Vertreter einer skrupellosen, unersättlichen und gierigen Wirtschaftsordnung.